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Name:
wissenschaftlicher Name | englischer Name | deutscher Name
Es wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Prachtamazone (Amazona pretrei)
engl: Red-spectacled Amazon

Ordnung: Papageien (Psittaciformes)

Familie: Papageien (Psittacidae)

Gattung: Amazonen (Amazona)

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Beschreibung :

Größe: ca. 32 cm
Männchen: Grundfarbe grün; mit Ausnahme der Flügel alle Federn mit schwärzlichen Säumung; Stirn, Zügel, Scheitel, Augenbereich, unterer Schenkel, Flügelbug, Flügelsaum, Daumenfittiche und Handdecken rot gefärbt; Handschwingen grün mit blauen Spitzen; Unterschwanzdecken grün; Unterseite der Schwingen grün; Schwanzoberseite grün mit gelblicher Spitze; äußere drei Schwanzfedern mit roter Basis an den Innenfahnen; nackter Augenring weißlich-grau; Schnabel hornfarben-gelblich; Iris orange-gelb; Füße hellgrau
Weibchen: wie Männchen, jedoch nur wenige bzw. keine roten Handdecken; Daumenfittiche grün
Jungvögel: ähneln dem Weibchen; teilweise grüne Handdecken; Iris dunkelbraun

Unterarten :

keine Unterarten

Verbreitung :

Südost-Brasilien, von der Sao Paulo bis Rio Grande do Sul, in Argentinien in der Provinz Misiones, eventuell auch im äußersten Südost-Paraguay und Nord-Urugay

Lebensweise in freier Natur :

Prachtamazonen bewohnen vorzugsweise Araucarienwälder. Sie kommen in Höhlen von bis zu 1000 Metern vor. Außerhalb der Brutzeit leben Prachtamazonen in Gruppen von 5 bis 150 Vögeln. Die Schlafplätze der Amazonen liegen meist in den Araucarienwäldern. Bei den Prachtamazonen wurden jahreszeitliche Wanderungen beobachtet. Manche Vögel fliegen jedes Jahr in bestimmte Gebiete, andere sind eher standorttreu. Die Nahrung der Prachtamazonen besteht aus Samen, Beeren, Früchten, Blüten, Knospen und Nüssen. Auf den früchtetragenden Bäumen treffen gelegentlich mehrere Schwärme ein, nach der Nahrungssuche splittert sich die Gruppe wieder in kleinere Verbände auf. Die Brutsaison liegt zwischen September und Dezember. Prachtamazonen sind Höhlenbrüter, sie bevorzugen hoch gelegene Baumhöhlen. Das Gelege besteht aus 2-4 Eiern. Die Art ist vom Aussterben bedroht, vor allem die Abholzung der Wälder und der Wildvogelhandel tragen zur Dezimierung der Bestände bei.

Haltung in Menschenobhut :

Als Voliere wird eine Metallkonstruktion mit den Maßen 5m x 1m x 2m (Länge x Breite x Höhe) empfohlen. Bereits akklimatisierte Vögel müssen bei 5-10 Grad überwintert werden. Meist verhalten sich die Vögel nur wenig scheu und sind ruhiger als andere Amazonenarten. Sie zeigen ein mäßig ausgeprägtes Nagebedürfnis, Beschäftigungsmaterial in Form von frischen Zweigen darf jedoch nicht fehlen. Das Badebedürfnis der Prachtamazonen ist oftmals sehr groß, mindestens 2-4 x die Woche sollten die Vögel abgeduscht werden. Desweiteren ist auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit (60-70%) zu achten. Prachtamazonen sollten unbedingt paarweise gehalten werden, sie eignen sich nur bedingt für die Gruppenhaltung bzw. die Vergesellschaftung mit anderen Arten.

Zucht in Menschenobhut :

Die Zucht der Prachtamazone in Menschenobhut ist nur sehr selten gelungen. Das Paar sollte zur Brutzeit von anderen Tieren isoliert werden, da es ansonsten zu unnötigen Streitereien kommen kann. Gegenüber Störungen sind die Vögel oftmals sehr empfindlich, die Fütterung sollte wenn möglich immer von außen möglich sein. Maße für den Nistkasten: 30cm x 30cm x 40cm, Durchmesser des Einschlupfloches: 9cm. Der Nistkasten wird außerhalb der Brutzeit nicht selten als Schlafplatz benutzt. Das Gelege besteht aus 3-4 Eiern, welche 27 Tage lang bebrütet werden. Nach 50-55 Tagen Nestlingszeit fliegen die Jungvögel aus und werden noch bis zu 10 Wochen von den Eltern gefüttert.

Ernährung in Menschenobhut :

Körnerfutter, welches vor allem zur Brutzeit gekeimt gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und sollte in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge ausmachen. Das Amazonen-Grundfutter kann sich z.B. aus folgenden Sämereien zusammensetzen: Dari, Kardi, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Hirse, Kanariensaat, Paddy-Reis, Milokorn. Gelegentlich können wenige (!) Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne oder Zirbelnüsse beigemengt werden. Neben dem Körnerfutter benötigen die Tiere unbedingt Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Grünfutter. Zur Fütterung geeignete Sorten sind z.B. Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango, Mandarine, Erdbeere, Himbeere, Ananas, Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete, Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn, etc. Neben Frischkost und Körnerfutter sollte ab und zu diverses Zusatzfutter, wie z.B. frische Obstbaumzweige, Mineralstoffgaben, Grit, tierisches Eiweiß (vor allem während der Brutzeit!), halbreife Maiskolben oder auch Hirsekolben gereicht werden.

Literatur :

Bücher:

Amazonen - Hoppe, Dieter - Ulmer Verlag
Amazonen - Bosch / Wedde - Horst Müller Verlag
Amazonen - W. und S. Lantermann - GU-Verlag

Zeitschriften:

Sweeney, Roger, G. - Die Prachtamazone im Loro Parque - Papageien 3/98

Betreuer: Doris Widtmann - Homepage
Letzte Änderung dieser Seite: 16 Juli 2001 00:22 Uhr

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