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Name:
wissenschaftlicher Name | englischer Name | deutscher Name
Es wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Jamaikaamazone (Amazona collaria)
engl: Yellow-billed Amazon

Ordnung: Papageien (Psittaciformes)

Familie: Papageien (Psittacidae)

Gattung: Amazonen (Amazona)

Fotos: nein

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gefundene Berichte:
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Beschreibung :

Größe: ca. 28cm
Altvögel: Grundfarbe grün; Bauchbereich heller gefärbt; Kopffedern schwärzlich gesäumt; Stirn und kleiner Bereich rund um die Augen weiß; Scheitel bläulich; oberer Wangenbereich und Zügel blau, mit weißen Federn durchsetzt; unterer Wangenbereich und wenige Federn auf der Brust rosa, Federn bläulich-grün gesäumt; Ohrdecken matt-blau bis schwärzlich; Handdecken und Handschwingen blau; Schwanzfedern grün mit gelblichen Spitzen; äußere Schwanzfedern mit roter Basis; Augenring weiß; Schnabel gelblich-hornfarben; Iris braun; Füße grau
Jungvögel: nur wenig Weiß auf der Stirn; rosaroter Bereich auf Wangen und Brust nur angedeutet; Iris dunkler

Unterarten :

keine Unterarten

Verbreitung :

Jamaika

Lebensweise in freier Natur :

Jamaikaamazonen sind typische Waldbewohner, sie sind nur selten auf offenen Flächen zu sehen. Außerhalb der Brutzeit sind sie meist in Gruppen von bis zu 6 Vögeln, gelegentlich auch in Schwärmen mit bis zu 30 Tieren anzutreffen. Desweiteren kommt es öfters zur Bildung gemeinsamer Schwärme mit der Rotspiegelamazone (Amazona agilis). Jamaikaamazonen sind im Allgemeines eher scheu und nur schwer zu beobachten. Die Nahrung der Vögel besteht aus Früchten, Beeren und Sämereien. Nicht selten fallen die Amazonen in Anbaugebiete ein, wo sie mitunter großen Schaden anrichten können. Die Brutzeit beginnt im April. Jamaikaamazonen sind Höhlenbrüter, sie bevorzugen hoch gelegene Nisthöhlen. Das Gelege besteht aus 2-4 Eiern. Es kommt nicht selten vor, dass die Jungtiere von Einheimischen aus dem Nest genommen und wenig später auf Märkten zum Verkauf angeboten werden. Über den genauen Status der Jamaikaamazonen ist nur recht wenig bekannt, jedoch gelten sie als selten.

Haltung in Menschenobhut :

Als Voliere wird eine Metallkonstruktion mit den Maßen 4m x 1,5m x 2m (Länge x Breite x Höhe) empfohlen. Die Jamaikaamazonen sollten bei mindestens 10 Grad Umgebungstemperatur überwintern können. Die Vögel sind im Allgemeinen recht aktiv und ruffreudig, vor allem spätabends lassen sie oftmals ihre kräftigen Stimmen hören. Amazonen sollten zumindest alle paar Tage abgeduscht werden, desweiteren muss auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit (60-70%) geachtet werden. Jamaikaamazonen nehmen Beschäftigungsmaterial meist gerne an, vor allem frisches Holz sollte den Tieren stets zur Verfügung stehen. Außerhalb der Brutzeit können die Vögel eventuell auch mit anderen Amazonenarten vergesellschaftet werden.

Zucht in Menschenobhut :

Die Zucht der Jamaikaamazone ist in Menschenobhut bislang nur sehr selten gelungen. Zur Brutzeit sollte das Paar unbedingt von anderen Vögeln isoliert werden. In Freivolieren schreiten die Jamaikaamazonen bereits ab April zur Brut. Maße für den Nistkasten: 25cm x 25cm x 60cm, Durchmesser des Einschlupfloches: 8cm. Das Gelege besteht aus 3-4 Eiern, die Brutdauer beträgt 26 Tage. Nach 8 Wochen Nestlingszeit fliegen die Jungvögel aus.

Ernährung in Menschenobhut :

Körnerfutter, welches vor allem zur Brutzeit gekeimt gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und sollte in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge ausmachen. Das Amazonen-Grundfutter kann sich z.B. aus folgenden Sämereien zusammensetzen: Dari, Kardi, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Hirse, Kanariensaat, Paddy-Reis, Milokorn. Gelegentlich können wenige (!) Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne oder Zirbelnüsse beigemengt werden. Neben dem Körnerfutter benötigen die Tiere unbedingt Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Grünfutter. Zur Fütterung geeignete Sorten sind z.B. Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango, Mandarine, Erdbeere, Himbeere, Ananas, Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete, Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn, etc. Neben Frischkost und Körnerfutter sollte ab und zu diverses Zusatzfutter, wie z.B. frische Obstbaumzweige, Mineralstoffgaben, Grit, tierisches Eiweiß (vor allem während der Brutzeit!), halbreife Maiskolben oder auch Hirsekolben gereicht werden.

Literatur :

Bücher:

Amazonen - Hoppe, Dieter - Ulmer Verlag
Amazonen - Bosch / Wedde - Horst Müller Verlag
Amazonen - W. und S. Lantermann - GU-Verlag

Betreuer: Doris Widtmann - Homepage
Letzte Änderung dieser Seite: 16 Juli 2001 00:17 Uhr

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