Sie sind auf der Suche nach einem bestimmten Vogelnamen ?
Name:
wissenschaftlicher Name | englischer Name | deutscher Name
Es wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Goldbauchamazone (Amazona xanthops)
engl: Yellow-faced Amazon

Ordnung: Papageien (Psittaciformes)

Familie: Papageien (Psittacidae)

Gattung: Amazonen (Amazona)

Fotos: nein

Züchter: Zur Züchterdatenbank

Forum: Zum Vogelforum


gefundene Berichte:
Keine Berichte gefunden.

Beschreibung :

27 cm groß; Grundfarbe grün; Federn am Kopf, an der Brust, am Bauch und an den Schenkeln dunkelgrün gesäumt; Stirn, Zügel, Scheitel, Ohrdecken und manchmal auch Bauch variabel gelb; Flügelsaum gelbgrün; Schwanz grün mit gelblicher Spitze; äußere Schwanzfedern mit orangefarbigem Band; nackter Augenring weiß; Schnabel hornfarben-gelblich mit schwarzer Basis; Füße fleischfarben; Wachshaut rosa; Iris gelb; keine äußeren Geschlechtsmerkmale; Jungvögel mit wenig ausgeprägter Gelbfärbung am Kopf und Bauch; Iris dunkel

Verbreitung :

Ost- und Zentral-Braslilien

Lebensweise in freier Natur :

Goldbauchamazonen bewohnen Busch- und Strauchsavannen mit niedrigem Baumbestand. Die Art ist häufig, kommt aber innerhalb des Verbreitungsgebietes lokal begrenzt und saisonal nur in bestimmten Gegenden vor. Über die Lebensweise ist bislang nur sehr wenig bekannt. Die Vögel werden paarweise oder in kleinen Gruppen gesehen, die aus bis zu 35 Individuen bestehen können. Die Nahrung der Amazonen besteht vermutlich aus Sämereien und Baumfrüchten. Sie wurden desöfteren in Guajave-Plantagen beim Fressen unreifer Früchte beobachtet. Zum Brutverhalten liegen keine Daten vor.

Haltung in Menschenobhut :

Goldbauchamazonen kamen erstmals 1879 nach Deutschland. Sie werden nur selten gehalten, selbst in Brasilien befinden sich nur wenige Exemplare in Menschenobhut. Zur Unterbringung sollte eine geräumige Außenvoliere mit den Maßen von 4 m x 2 m x 2 m (Länge x Breite x Höhe) mit anschließendem Schutzraum gewählt werden. Während der Eingewöhnungszeit sind die Amazonen häufig sehr empfindlich, sie vertragen anfangs keine Temperaturen unter 22 Grad. Bei bereits akklimatisierten Tieren muss die Temperatur im Schutzraum bei mindestens 15 Grad liegen. Goldbauchamazonen verhalten sich oftmals auffallend streitsüchtig, von der Vergesellschaftung mit anderen Arten sollte daher abgesehen werden. Die Vögel müssen regelmäßig frische Zweige und die Möglichkeit zum ausgiebigen Baden bekommen.

Zucht in Menschenobhut :

1987 kam es im Vogelpark Walsrode zu einem Zuchterfolg, insgesamt gibt es nur wenig gelungene Bruten. Es bereitet meist große Schwierigkeiten, ein harmonierendes Paar zusammenzustellen, da sich die Amazonen nicht selten sehr aggressiv verhalten. Auch gegenüber dem Pfleger kommt es häufig zu Aggressionen. Bei der Außenvolierenhaltung schreiten Goldbauchamazonen in der Regel ab Mai zur Brut. Als Nistplatz findet eine Naturstammnisthöhle oder ein Kasten (25 cm x 25 cm x 60 cm) Verwendung. Der Durchmesser des Einschlupfloches sollte ungefähr 8 cm groß sein. Das Gelege besteht aus 2-4 Eiern, der Abstand zwischen den Eiablagen beträgt zwei Tage. Nach 26 Tagen schlüpfen die Küken, sie besitzen anfangs gelbliche Dunen. Im Alter von etwa 8 Wochen fliegen die Jungvögel aus.

Ernährung in Menschenobhut :

Körnerfutter, das vor allem zur Brutzeit im gekeimten Zustand gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und macht in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge aus. Die Körnermischung kann sich z.B. aus folgenden Sämereien zusammensetzen: Dari, Kardi, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Hirse, Kanariensaat, Paddy-Reis und Milokorn. Gelegentlich können wenige (!) Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne oder Zirbelnüsse beigemengt werden. Neben dem Körnerfutter benötigen die Tiere unbedingt Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Grünfutter. Zur Verfütterung geeignete Sorten sind z.B. Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango, Erdbeere, Himbeere, Ananas, Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete, Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn, etc. Weitere Futterzusätze sind z.B. frische Obstbaumzweige, einheimische Wildfrüchte (Hagebutten, Vogelbeeren, etc.) tierisches Eiweiß (vor allem während der Brutzeit!), Grit, halbreife Maiskolben und Hirsekolben.

Literatur :

Amazonen - Hoppe, Dieter - Ulmer Verlag
Lexikon der Papageien, Band 4 - Arndt, Thomas - Arndt Verlag
Handbuch der Vogelpflege, Papageien Band 3 - Robiller, Franz - Ulmer Verlag
Die Ernährung der Papageien und Sittiche - Künne, Hans-Jürgen - Arndt Verlag

Betreuer: Doris Widtmann - Homepage
Letzte Änderung dieser Seite: 26 Juni 2002 15:59 Uhr

Anregungen zu dieser Seite

Datenschutzerklärung